Second life - alte Arnold-118


Wieder einmal reizte es mich, ein Bestandsmodell aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.

Lange Zeit verbrachte die alte Arnold 118 unbeachtet in der Schachtel - längst ersetzt durch neuere und zeitgemäßere Modelle dieser Baureihe. Dennoch hat mir die Umsetzung der alten Arnold 118 - mit den Abstrichen des Modellalters - durchaus gefallen.


Leider gehörte aber auch dieses Modell zu den Opfern des Projektes "Jugend forscht" und musste eine heftige Revell-Pinselkur über sich ergehen lassen. Wie schon bei der unter der Rubrik "Second life" vorgestellten Minitrix-144, so wollte ich nun auch aus diesem Modell zumindest das Bestmögliche herausholen.

So überlegte ich, was ich mit der ziemlich malträtierten Lok anfangen könnte und gelangte zu einer konkreten Vorbildwahl. Ausschlaggebend war dabei die Modellnachbildung der beiden unteren, urprünglichen Spitzenleuchten.

Da die BR 118 in den letzten Betriebsjahren fast vollständig mit modernisierten "Tütenlampen" unterwegs waren, blieben somit nur noch die 118 016 und die 118 047 als Vorbilder mit den Original-Spitzenleuchten übrig. Besonders die 118 047 war zu diesem Zeitpunkt auffällig ausgebessert und zeichnete sich durch einen farblichen "Flickenteppich" aus. Also wie geschaffen für mein "Second-life"-Projekt rund um diese Arnold-Lok...


Doch nicht nur an der farblichen Beschaffenheit bestand Änderungsbedarf. Die Arnold-typische Dachausrüstung sollte ebenfalls ausgetauscht werden. Dazu zählen neben den Stromabnehmern der Bauart SBS 39 mit eingezogener Oberschere (PIKO) auch die neueren Stromabnehmertraversen der neueren Arnold-119. Auch die angespritzen Isolatoren der Dachleitungen entfernte ich zugunsten der feinen Eichhorn-Isolatoren.

Technisch erhielt die Lok nur einen Decoder und LED-Spitzenbeleuchtung. Als kleines Extra ist nun auch eine zuschaltbare Maschinenraumbeleuchtung installiert. Um die wenig Freude bereitende Vorläuferführung werde ich mich noch zu einem anderen Zeitpunkt kümmern.


Natürlich kann die Lok neben den sehr viel präziseren Modellen aus dem Hause PIKO nicht bestehen. Dennoch bereitet mir der neue Auftritt dieser betagten Arnold 118 sehr viel Freude.




Abbildung:


Rund 45 Jahre liegen zwischen der betagten Arnold 118 und dem neuen Minitrix-MDyg. Dennoch bietet die modifizierte Arnold 118 nun ein überzeugendes Gesamtbild - hier vor der Kulisse des Stellwerks nach Regensburger Vorbild.




Abbildung:


Der Blick auf das Lokdach ist nun wesentlich gefälliger und deutlich feiner.




Abbildung:


Auch die Beleuchtung kommt gut zur Geltung und bereitet Freude.




Abbildung:


Die auffälligen Farbunterschiede, sowie die feine Patinierung der ausgebesserten 118 047-0 verleihen dem Modell eine besondere Note.


Eine besondere Herausforderung bildete die Beschriftung auf der linken Lokseitenwand. Wie beim Vorbild gehört die Loknummer unter das mittlere Lüftergitter oberhalb der Wartungsklappen. In diesem Bereich gibt es durch die angrenzenden Nietenreihen so gut wie kleinen Platz, um das Decal anzubringen. Deshalb war die kantenscharfe Trennung des Decals entlang der Schrift nötig.