Anlagenkonzept "Schalker Verein“
Gedanken zum Unterbau
Hier geht es weiter:
Die Nachbildung des "Schalker Verein" rechtfertigt einen würdigen Rahmen.
Das gilt sowohl im übertragenden, als auch im tatsächlichen Sinne. Wichtig ist mir deshalb auch die ästhetische Gesamterscheinung der geplanten Anlage.
Dazu wird der zuvor genau definierte Ausschnitt innerhalb eines entsprechend gestalteten Sichtbereiches im Mittelpunkt des Betrachters stehen. Die Sichthöhe soll in angemessener Höhe sein, um eine möglichst realitätsnahe Vorstellung vom einstigen Vorbild zu erlangen.
Aus räumlichen Gründen ist der Anlagengrundriss so konzipiert, dass keine überflüssigen Ecken überstehen und wertvolle Platzressourcen vernichten. Außerdem erscheint die Anlage mit den seitlichen Rundungen gefällig und soll zu besonderen Anlässen auch transportabel sein.
Deshalb besteht die zu errichtende Anlage aus mehreren Teilen:
Der Sichtteil wird von einem abgerundeteten Hintergrund umgrenzt und mit einer glasklaren Abdeckplatte gegen Staub geschützt.
Es handelt sich zwar zunächst nur um einen unvollständigen, aber zumindest grob abgesteckten Designentwurf. Bestimmt werde ich hier noch weitere Änderungen, Detaillösungen und Verfeinerungen einbringen.
Abbildung:
Visualisierung der grundsätzlichen Idee. Das bis jetzt rekonstruierte Hochofenwerk ist zum besseren Verständnis eingepflegt. Auf den vorgelagerten Holzflächen wird später die "Köln-Mindener-Strecke" als entsprechender Abschnitt zu sehen sein. Hinter den Durchbrüchen werden die Gleisanlagen sinnvoll miteinander verknüpft.
Abbildung:
Der Übersichtsplan mit Stückliste zeigt, wie sich der Anlagenrahmen zusammensetzt.
Die benötigten Einzelteile werden in einer Schreinerei nach zuvor genau erstellten Einzelteilzeichnungen aus 20 mm dicker Tischlerplatte gefertigt und ineinander verklinkt. Die Rundungen entstehen durch formgebende Aussteifungen und können später verkleidet werden. Da für die spätere Gleisführung zwei Ebenen erforderlich sind, berücksichtigte ich die abgesenkten Bereiche bereits bei der Planung der Spanten. Auch die ansteigende Gleistrasse im später sichtbaren Teil wurde bereits vordefiniert.
Die eigentlichen Gleistrassen fertige ich jedoch individuell aus 8 mm Sperrholz mittels Stichsäge selbst an.
Einwenig diffus ist hingegen noch die Vorstellung von den Stützfüßen. Hier hat noch keine Idee so richtig meinen Gefallen gefunden - aber ich arbeite daran...
Betriebliche Abläufe
Die einst unmittelbare Nähe des Hüttenwerkes "Schalker Verein" zu jener Eisenbahn-Magistrale quer durch das Ruhrgebiet lädt natürlich auch zur Nachbildung ein. Für einen vorbildnahen Betriebsablauf werden die vor dem Werk verlaufenden Gleisanlagen nicht nur mit den korrekten Weichenverbindungen dargestellt, sondern müssen im Hintergrund auch entsprechend verknüft sein.
Fast schon selbstredend, wird auch diese Anlage im Digitalbetrieb gesteuert werden.
Der vorbildnahe Bahnbetrieb soll durch authentisches Fahrzeugmaterial in automatisierter Form stattfinden. Hierfür steht mir das TC (gold) Programm zur Verfügung.
Die umfangreichen Hüttenwerksgleise bleiben hingegen manuell befahrbar. Zusätzlich können Übergabefahrten zum Hüttenwerk stattfinden.
Zum Einsatz sollen genau recherchierte Reisezuggarnituren, sowie zeitgenössisch korrekte Güterzüge gelangen und so die Illusion des entsprechenden Zeitfensters wecken.
Als Gleismaterial ist Peco vorgesehen. Sämtliche Bögen werden mit Flexgleisen realisiert. Zudem achtete ich darauf, keine Weichen auf Modulübergänge zu platzieren.
Abbildung:
Der weitgehend ausgereifte Gleisplan, projeziert auf die geplante Anlagengrundfläche. Der Wendeteil "West" bezieht sich auf die Westseite des Werkes, entsprechend auch der Wendeteil "Ost". Außerhalb des geplanten Sichtbereiches verteilen sich die Gleisanlagen auf zwei verschiedene Ebenen.
Im Wesentlichen zeigen die grün unterlegten Gleisbereiche jene beim Vorbild von Duisburg über Oberhausen und Gelsenkirchen nach Dortmund verlaufenden Hauptgleise. Alle violett dargestellten Gleise sind Ortsgleise zwischen Gelsenkirchen und Wanne-Eickel Hbf. Die türkis eingefärbten Gleise verbinden ebenfalls Gelsenkirchen und Wanne-Eickel, allerdings über den dortigen Güterbahnhof. Heute sind die letztgenannten Orts- und Gütergleise zumindest teilweise zurückgebaut.
Die Gleisanlagen für den Werks- und Übergabeverkehr sind schließlich braun dargestellt und spiegeln die tatsächlichen Gegebenheiten im dargestellten Zeitfenster als möglichst profundes Recherchergebnis wieder. Dennoch kann es durch in der Zukunft liegende Erkenntnisse zu geringfügigen Korrekturen kommen.
Thema wird fortgesetzt, sobald es nennenswerte Fortschritte gibt
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